Monthly Archives: Oktober 2011

Ankunft und erster Tag

Ankunft und erster Tag

Namaste liebe Daheimgebliebenen!

Die indische Delegation wartet am Flughafen
Die indische Delegation wartet am Flughafen

Nach zwei Stunden fahrt durch das Verkehrschaos, das Hupkonzert und den Smog von Delhi wur-den wir offiziell und unter viel Getöse (Konfettiregen, Musik, Willkommens-Banner, Tanzdarbietung und „Punkt“ auf der Stirn) von dem Besitzer und seiner Delegation Willkommen geheißen.

Entgegen der Planung war es doch schon möglich, dass unsere Schüler zu ihren Gastfamilien konnten. Und so sind wir  sehr gespannt, was sie uns morgen auf dem Tagesausflug nach Delhi erzählen werden

Ankunft am Flughafen Delhi
Ankunft am Flughafen Delhi

 

Junge Botschafter des Landes

Junge Botschafter des Landes
Da geht’s hin: (v.l: Teresa Höfgen, Daniel Névir und Hannah Günther an der Karte: Detlev Devantié und Jens-Peter Rau)

„Mich interessiert vor allem, wie das Leben in einer Familie in Indien funktioniert und die Religion“, sagt Teresa Höfgen. „Es ist eine tolle Chance, dieses ganz andere Land kennen zu lernen“, meint auch Daniel Névir.
Die beiden 16-Jährigen gehören zu einer Gruppe von 16 Schülerinnen und Schülern am Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium, die Ende Oktober für zwei Wochen zum Schüleraustausch nach So-nepat in Indien aufbrechen werden.
Zum ersten Mal startet damit eine Schule auf den Fildern ein Austauschprogramm mit dem süd-asiatischen Riesen.
„Wir sehen dies als einen Schritt zur weiteren Internationalisierung am PMHG“, erklärt der Schullei-ter Wolfgang Krause. Er verweist auf die gleichzeitige Einführung des bilingualen – englisch-deutschen – Unterrichtszuges sowie die verstärkte Sprachförderung am Echterdinger Gymnasium. In Indien kommen die deutschen Schüler mit einer uralten Kultur und großen aufstrebenden De-mokratie in Berührung, lernen eine andere Schul- und Lernkultur kennen, in der Bildung noch einen unangefochten hohen Stellenwert genießt, auf Englisch, und das „im Schutzraum Schule“, wie Krause sagt.
Mit Rishikul Vidyapeeth, die private Partnerschule in Sonepat, eine gute Autostunde von Indiens Hauptstadt Neu-Delhi entfernt, habe man einen „zuverlässigen Partner“ gefunden. Seit Jahren pflegt das Stuttgarter Seminar für Lehrerausbildung einen Lehreraustausch mit dieser Schule. Das Interesse an diesem Austausch ist auf beiden Seiten riesengroß. 20 Jahre nach dem Beginn der Liberalisierung öffnet sich Indien immer stärker. Die indische Schule strebt Schulkooperationen auch mit anderen Ländern an.
Auf deutscher Seite hatten sich 40 Schüler für den Austausch gemeldet. Ausgewählt wurden die-jenigen, „die nicht nur im Eigeninteresse nach Indien gehen wollen, sondern sich auch als Bot-schafter der Schule und Deutschlands verstehen“, sagt Krause. Er verweist auf wirtschaftliche Verbindungen Leinfelden-Echterdingens mit Indien und hofft auf Sponsoren aus der Wirtschaft.
Das Fernziel: die Einrichtung eines Stipendiums für Schüler, die sich die Fernreise nicht leisten können. „Bei einer Partnerschaft mit Indien ist es besonders wichtig, dass man nicht unvorbereitet ist“, meint Ulrike Weißenborn, Lehrerin am PMHG und Mitinitiatorin des neuen Schüleraustau-sches. Deshalb werden die deutschen Schüler der Jahrgangsstufe I (11. Klasse) schon vorher von Jens-Peter Rau, einem der Begleitlehrer, gründlich mit Land und Leuten und sozialen Verhaltens-regeln vertraut gemacht. Die Schüler, die in der Regel bei Gastfamilien untergebracht sind, werden dort am Unterricht teilnehmen, das Taj Mahal besuchen und zum Sightseeing in die Hauptstadt fahren.
Über ihre Erfahrungen sollen die Schüler auf der Schulhomepage bloggen. Der indische Gegenbe-such ist für den Juni 2012 geplant. „Dann wird die neue Partnerschaft mit einem großen deutsch-indischen Abend gefeiert“ kündigt Krause bereits an. Jetzt wird erst einmal der stellvertretende Schulleiter Detlev Devantié die Partnerschaft in Indien besiegeln.
Die 16-jährige Hannah Günther, die zuhause ein Bild des Freiheitsführers Gandhi an der Wand hat, freut sich schon auf ein „komplett anderes Land“. Sie macht sich auch auf einen „Kultur-schock“ gefasst – den sie freilich nicht für etwas Negatives hält.

Warum gerade Indien?

Warum gerade Indien?

Wir alle kennen Indien aus den Medien. Unser Bild von Indien ist geprägt von Berichten über den wirtschaftlichen Aufschwung, aber auch von Spendenaufrufen, vom Staunen über die religiöse und kulturelle Vielfalt und dem ganz anderen Aufbau der Gesellschaft.
Wir erleben Indien als geographisch einzigartigen, aber auch gegensätzlichen Teil Asiens. Für unsere Schüler ist Indien im Geographieunterricht ein immer wiederkehrendes Thema, das unter den oben angesprochenen Aspekten behandelt wird. Auch im Englischunterricht ist Indien ein im-mer wiederkehrendes Themengebiet der Landeskunde.
Wir haben nun die außergewöhnliche Chance, unseren Schülern einen Austausch zu ermöglichen, bei dem sie in Gastfamilien dieses Land, seine Gewohnheiten und seine Schönheiten intensiv kennen lernen können. Mit dem Ausbildungsseminar für Gymnasiallehrer in Stuttgart bestehen bereits Kontakte, die durch gegenseitige Besuche gefestigt und ausgebaut wurden. Wir wissen daher, dass es sich bei dieser Schule um einen seriösen und zuverlässigen Partner handelt.