Die Zukunft fest im Blick (by Lukas H.)

Die Zukunft fest im Blick (by Lukas H.)

„Wow!“, denke ich, als der knallgelbe Bus der Venkateshwar School an den Wachleuten vorbei durch das Schultor fährt. Der Komplex sticht eindeutig aus der Umgebung heraus. Das Schulgebäude selbst wirkt modern und auch die Außenanlagen sehen extrem gepflegt und sauber aus. Das glatte Gegenteil zu manchen anderen Schulen, die wir im Bezirk Rohini im Vorbeifahren sehen konnten. Raus aus dem Bus, betritt man den Empfangsbereich, der mehr an eine Hotelrezeption als eine Schule erinnert. Im Untergeschoss sind die Räume für die ganz Kleinen, ein Raum für den Kampfsport, einer fürs Tanzen, das Robotics-Labor und ein 3D Lab. Auf fünf weiteren Stockwerken sind die Klassenräume für die rund 2300 Schüler so angeordnet, dass man über das Geländer in die Tiefe schauen kann, direkt auf Tischtennisplatten und ein Badmintonfeld. Kommt man nach draußen, sieht man ein Schwimmbecken (inzwischen ohne Wasser), ein Tennisfeld, ein Basketballfeld, einen Spielplatz und ein Fußballfeld.

Aber nicht nur das Gebäude selbst sticht ins Auge. Auch die Sicherheit wird enorm ernst genommen. Direkt schon am ersten Morgen in der Schule habe ich die Wachleute bemerkt, die an den Eingangstoren ihre eigenen Räume haben. Und es sind nicht wenige. Ich habe auf jeden Fall über 40 Wachleute auf dem ganzen Gelände gezählt. An den Einfahrten und im Schulgebäude, wo sie überwachen, dass jeder sich an die Regeln in der Schule hält. Ich habe zum Beispiel beobachtet, wie ein Schüler im Auto eines befreundeten Mitschülers mitfahren wollte. Da musste dann erstmal eine eingetragene Vertrauensperson angerufen und alles genau überprüft werden. Das kann schon mal 20 Minuten dauern. Aber nur so kann die Sicherheit der Schüler absolut gewährleistet werden. Auch sonst ist die Schule mit dem modernsten Equipment ausgerüstet. Mehrere Fingerscanner zur morgendlichen Anwesenheitskontrolle, Überwachungskameras sogar in den Klassenräumen, moderne Computer und mehrere 3D Drucker zum Beispiel.

Den Lehrerinnen (90% sind Frauen, nur die Sportlehrer und die ”Assistenten” sind Männer) wird allgemein sehr viel Respekt entgegen gebracht. Auch habe ich das Gefühl, dass das Konzept der Schule stark darauf abzielt, Schüler auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Im Vordergrund steht, was den einzelnen Schülern liegt, darauf konzentrieren sie sich und das wird vertieft. So dass sie nachher besser und mit dem größtmöglichen Erfolg in den für sie am besten geeigneten Beruf einsteigen können. Nicht wie in Deutschland, wo doch eher versucht wird, die Schüler auf ein möglichst breites Berufsfeld vorzubereiten.

Mir ist auch aufgefallen, dass sich bei Fächern, die sie weniger interessant oder wichtig finden, wie beispielsweise Yoga oder manchmal auch auch Tanz die Krankenstation der Schule schlagartig füllt. Da nimmt man sich wohl gern eine kleine Auszeit. Die Schule bietet auch uns Deutschen viele interessante Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Drohne flugfähig zu machen, sie zu verstehen und dann zu fliegen oder auch einen Gaming Wettbewerb. Ich finde, es ist definitiv kein Fehler, ein Schüler an der VGS zu sein!

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