Alles für den Gast (by Lars)

Alles für den Gast (by Lars)

Willkommen fühlt man sich auf jeden Fall, wenn man in Indien ankommt. Alle sind freundlich, verhalten sich sehr nett uns gegenüber und erfüllen jeden Wunsch, den man äußert. Doch ist die Gastfreundlichkeit der Inder manchmal zu viel und man wird als Fremder von ihr überfordert?

Gastfreundschaft ist ein wichtiger Teil der indischen Kultur. Ab dem Moment der Ankunft am Flughafen merkt man das und wird von der Gastfamilie umsorgt. Man wird gefragt, ob man etwas zu essen haben will, ob man Durst hat oder ob man irgendwas Anderes benötigt. Das Wohlbefinden des Gastes wird dabei vor allem von den Eltern ganz groß geschrieben. Egal was man braucht, die Gasteltern kümmern sich darum und helfen.

Ab und an kann das jedoch auch ein bisschen viel werden. Wenn man zum Beispiel schon satt ist und deutlich macht, dass man wirklich keinen Nachschlag mehr will, bekommt man trotzdem nochmal geschöpft. Sonst könnte der Gast ja womöglich doch noch hungrig sein. Das kann schon zu einer Herausforderung werden. Wenn man jedoch überzeugend genug ist, schafft man es schließlich doch, die Familie davon zu überzeugen, dass man nicht dem Hungertod ins Auge sieht.

Noch schwieriger wird die Situation, wenn die Gasteltern jede Rechnung bezahlen wollen und wirklich alles für ihren Gast kaufen wollen. Da hilft nur heimlich einzukaufen und zu sagen, man wisse nicht mehr, wieviel Geld man bezahlt habe.

Aber auch die indische Gastfreundschaft stößt irgendwann an ihre Grenzen und die Gastgeber reagieren genervt. Wenn, um nur ein Beispiel zu nennen, die deutschen Austauschschüler Schlager über Bluetooth-Boxen laufen lassen und lauthals mitgröhlen. Kann man schon verstehen, dass das dann doch auch für indische Ohren zu viel wird.

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