Keep India Clean (by Felix)

Keep India Clean (by Felix)

Recycling „Berg“

Sobald man das Haus verlässt, erkennt man ein großes Problem Indiens: Abfälle, die achtlos nahezu überall entsorgt werden. In der unmittelbaren Umgebung der Schule finden sich zwar nur selten bunte Verpackungsreste und Plastiktüten an den Straßenrändern. Doch kaum verlässt man die wohlhabenderen Stadtviertel, werden  die Abfallmengen sichtbar größer. Man kann Menschen beobachten, die Dinge einfach dort fallen lassen, wo sie gerade sind. Weiter außerhalb, an der Stadtgrenze Neu Delhis, findet man dann riesige Berge, die nur aus Müll bestehen.

In den indischen Großstädten gibt es also definitiv ein Problem, weil zu viele Menschen auf einem Fleck wohnen und zu viel Müll produzieren, der häufig nicht ordentlich entsorgt wird.

Wenn die indische Bevölkerung dieses Problem nicht entschieden angeht, besteht die Gefahr, dass sie früher oder später im Müll ersticken. Das haben Regierung und Teile der Bevölkerung erkannt. Auch wenn es beim Anblick der Müllberge nicht so scheint, gibt es doch gerade unter den jüngeren Indern ein deutliches Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Dies habe ich bei einem kurzen Gespräch mit meinem indischen Gastschüler festgestellt. Er sagt, dass es ihnen verboten sei, Plastik überhaupt zu nutzen und sie es so weitestgehend meiden würden. Auch erklärt er mir, dass der Müll hier, wie bei uns in Deutschland, getrennt werde. Im Alltag kann man tatsächlich deutliche Bemühungen zur Reduzierung von Plastik erkennen. So gibt es in unserer Austauschschule Getränke in wiederverwendbaren Flaschen, Trinkhalme und Geschirr werden aus alternativen Materialien angeboten.

Gepflegter öffentlicher Park

Auf einem Festival, das ich mit meinem Gastschüler besucht habe, hingen Plakate aus, die darauf hingewiesen haben, kein Trinkwasser zum Händewaschen zu nehmen. Und dennoch passiert es nicht selten, dass man winzige Plastikflaschen bekommt, die nur 200 ml fassen. So wird natürlich auch deutlich mehr Müll produziert, weil jeder bei diesen Temperaturen auch mal zwei bis drei von diesen Flaschen trinkt.

Ganz offensichtlich wird das Problem erkannt, ganz besonders unter den Jüngeren. Aber bei 1,3 Milliarden Menschen, von denen die Mehrheit auf dem Land lebt und einen geringen Bildungsstand hat, ist der Weg noch lang und es entsteht, trotz vieler guter Ansätze, zu viel Müll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.